03.03.2015

Sonderschau „Pop up my Bathroom“ stellt das ideale Badezimmer aus vier Perspektiven vor

Moderne Badgestaltung passt sich künftigen Lebensmodellen und sich verändernden Ansprüchen an. Die von der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft e.V. (VDS) ins Leben gerufene Trendplattform Pop up my Bathroom beschäftigt sich im Vorfeld der ISH 2015 und im Auftrag der Messe Frankfurt mit den Bedürfnissen, die in einem lebensphasengerechten Badkonzept berücksichtigt werden sollten. Variable Grundrisse und moderne Installationssysteme können die Wandlungsfähigkeit des Bades künftig soweit erhöhen, dass das Bad sich dem Leben seiner Nutzer anpassen kann.

Die vier Konzeptbäder folgen dabei dem Motto von Pop up my Bathroom 2015: „Freibad“. Das Motto wirbt nicht nur für mehr Akzeptanz für barrierefreie Bäder, sondern fordert auch Freiheit für neue Badkonzepte, in denen die Bedürfnisse der Nutzer die Gestaltung bestimmen.

Das Bad bringt uns nicht nur gut durch den Tag, sondern durchs ganze Leben

Die Einrichtungskultur der Industrienationen ist geprägt von zwei sich ergänzenden Lebensmustern: dem Wunsch nach Selbstverwirklichung durch einen individuellen Lebens- und Einrichtungsstil und der Suche nach Geborgenheit und Entfaltungsspielraum im privaten Bereich – bekannt als Homing-Trend. Denn wir wollen es schön haben, und wir wollen, dass auch die Außenwelt uns mit dem Bild unserer Wohnung identifiziert.

Im Badezimmer trifft sich diese Kultur mit den zentralen Bedürfnissen nach Hygiene, Körpererlebnis und Entspannung. Diese Funktionalität des Bades ist gerade angesichts des Wunsches nach möglichst langer Selbstständigkeit in einer älter werdenden Gesellschaft von größter Bedeutung. Denn das Bad bringt uns nicht nur gut durch den Tag, sondern durchs ganze Leben. Eine komplexe Funktion, die die gesamte Gestaltung dieses Raums zu einer anspruchsvollen Aufgabe macht.

Am Badezimmer zeigt sich eindrucksvoll, wie sich das Leben der Menschen in den verschiedenen Phasen verändert. Die Trendplattform Pop up my Bathroom hat die sich verändernden Anforderungen und die entsprechenden Badkonzepte untersucht und in idealen Bildern zum Ausdruck gebracht. Aus jedem von ihnen spricht das Lebensgefühl einer bestimmten Phase und familiären Konstellation, die Einfluss auf die Wahrnehmung und die Gestaltung des Badezimmers haben.

Anlässlich der bevorstehenden ISH, Weltleitmesse für den Verbund von Wasser und Energie, vom 10. bis 14. März 2015 in Frankfurt am Main werden die vier Bäder aus verschiedenen Perspektiven und in aufwändigen Inszenierungen vorgestellt.

Abenteuer: Kinder brauchen das Bad als Erfahrungsraum

Für Kinder ist das Badezimmer im Idealfall ein Spaßraum, in dem mit Wasser geplanscht und mit Gummitieren, Fläschchen und Schwämmen herumgealbert wird, wo Mama einen abrubbelt und Papa nassgespritzt wird. Oft genug ist das Badezimmer für Kinder aber auch angstbehaftet, etwa aus Scheu vor dem Wasser, aus Schamgefühl beim Klo-Gang oder wegen des lästigen Zähneputzens. Eine Atmosphäre der Geborgenheit hilft hier oft mehr als bunte Becher, und wenn mal was danebengeht, sollte das weder für die Kinder noch die Eltern zum Problem werden.

Kinder brauchen vor allem Platz und Sicherheit. Doch sie wollen auch teilhaben an dem, was oberhalb ihrer Reichweite geschieht. Damit sie auch das Gefühl haben, dazuzugehören, brauchen sie Möbel, Klos und Waschbecken, die ihrer Größe entsprechen. Wo das nicht geht, sollten Hilfsmittel sie auf Augenhöhe bringen. Dies bei der Planung eines Badezimmers zu berücksichtigen, braucht nur ein bisschen Einfühlungsvermögen – und natürlich etwas mehr Platzangebot.

Ein Platz zum Träumen und Entspannen für Individualisten

Für die meisten allein lebenden Badnutzer ist das Badezimmer ein Ort zum Sich-weg-Träumen, zum Sich-schön-Machen, zum energetischen In-den-Tag-Starten und abendlichen Runterkommen. Sie brauchen keine Rücksicht auf Bedürfnisse anderer zu nehmen. Dafür brauchen sie Raum für individuelle Noten: sportliche Fitness-Geräte oder Accessoires, eine Wand für selbstgemachte Bilder oder den vom Urlaubsstrand mitgebrachten Rettungsring, ein Regal für die Musikboxen, Tinkturen oder Blumentöpfe. Sie wollen Farbe im Bad, die sie nach Lust und Laune wechseln können, modische Accessoires und technische Spielereien. Experimentierfelder für ihre Suche nach einem Lebensstil oder aber, mit einem gewissen Alter, die ultimativen Rahmenbedingungen für ihre festen Gewohnheiten. Was jüngere Singles an Flexibilität fordern, erwarten die älteren vom Komfort: Grenzenlose Freiheit für individuelle Vorlieben. Ein Private Spa, das Körper und Geist durch persönliche Rituale und eine anspruchsvolle Ästhetik in Harmonie verbindet.

Familien brauchen Raum zur Improvisation

Wo mehrere Menschen zusammenleben, wird das Bad zum Ort der Kommunikation – erst recht, wenn es mehrere Generationen sind, die hier den Tag beginnen, Rituale erlernen und leben, sich umeinander kümmern und sich arrangieren müssen. Das sind in der Regel Paare oder Familien mit Kindern, aber auch Familien, die mit ihren pflegebedürftigen Angehörigen zusammenwohnen. In geschäftigen Familien, in denen jeder seinem eigenen Leben nachgeht, sind Küche und Badezimmer oft die letzten Freiräume für gemeinsame Rituale, gelegentliches Zusammenfinden und der Ort, an dem der Tagesablauf oder Probleme besprochen werden. In einem solchen „Busy Bathroom“ müssen sanitäre Ausstattung und Möblierung vor allem Raum für Improvisation bieten. Hier zählt nicht so sehr das perfekte Styling, sondern die Toleranz von Raum und Bewohnern für das unvermeidliche Chaos. Insbesondere das Leben mit Kindern bedeutet, den Dingen auch mal ihren Lauf lassen zu können, um hinterher „klar Schiff“ zu machen.

Um das Chaos zu strukturieren, sind multifunktionale Elemente wie begehbare Duschen und spritzgeschützte Badewannen, die
Tobe-Stunden überstehen, oder Doppelwaschtische in nicht allzu großer Höhe und umlaufender Erreichbarkeit eine große Hilfe. Wer Platz hat, plant Zonen für verschiedene, parallel zu erledigende Tätigkeiten ein. Hier ist in erster Linie an die Toilette, aber auch an den Waschplatz mit einer Elternecke oder gar einen eigenen Waschplatz für Kinder zu denken, an eine durch Vorwandelemente oder Regale abgeteilte Bade- und Ankleideecke oder gar eine großzügige, spritzfeste Duschnische. Wer Platz für viel Stauraum – idealerweise einen Extra-Stauraum für jedes Mitglied  der Badnutzergemeinschaft – und zusätzlich noch ein wenig Raum zum Kuscheln einplanen kann, wird im Busy Bathroom einen Ort der Intimität haben, an dem die Familie Zusammengehörigkeit und Geborgenheit erleben kann.

Ein Bad für den Wunsch nach Leichtigkeit – in jedem Alter

Wenn jeder Schritt wohl überlegt sein will, um nicht ins Wanken zu geraten, bedeutet Geborgenheit Freiheit. Freiheit von lästigen Absicherungen und umständlichem Getue, Freiheit der Bewegung und der vielen Möglichkeiten. Ein engmaschiges Sicherheitsnetz aus vertrauter Umgebung, technischen Einrichtungen und barrierefreiem Wohnraum schenkt Geborgenheit und lässt ein Gefühl von Leichtigkeit aufkommen. Leichtigkeit, die auch in der Gestaltung des technisch zwar hochgerüsteten, aber einfach und intuitiv zu nutzenden Easy Bathroom zum Ausdruck kommen sollte.

Menschen, die sich mit körperlichen oder altersbedingten Einschränkungen gleich welcher Art arrangieren müssen, wissen, wie wichtig ein frei zugängliches, sicheres und leicht bedienbares Bad für Selbstständigkeit, Fitness und Wohlbefinden ist. Sie schätzen die Wirkung des Wassers auf Gesundheit und Seele, den Komfort eines Dusch-WCs und das sichere Gefühl, das Halt gebende Möbel, Sitzgelegenheiten und Griffe sowie gute, evtl. sogar sensorgesteuerte Beleuchtungssysteme vermitteln. Bodenebene Duschen und Platz für Bewegungsfreiheit sind eine Grundvoraussetzung für jedes Badezimmer, in dem sich ältere Menschen so einrichten können, wie es ihnen gefällt und entgegenkommt. Für alle Fälle.

„Freibad“ soll das Bad für neue Ideen und generationengerechte Lösungen öffnen

Kampagnen wie „Freibad“ von Pop up my Bathroom wollen ermutigen, Grenzen zu hinterfragen und einzureißen – Barrieren genauso wie scheinbar feste Nutzungskonzepte für das Bad. Denn die Idee von Freiheit im Bad – ergonomisch, multifunktional und ästhetisch gesehen – ist mehr als reine Barrierefreiheit. Diesem Gedanken folgen die Konzeptbäder von Pop up my Bathroom. Die vier Bilder von idealen Bädern, die den Menschen in allen Lebensphasen begleiten, promoten das Thema Barrierefreiheit im Bad als individualisierbares Konzept für jedermann.

Als Motto für Pop up my Bathroom 2015 haben die Initiatoren ganz bewusst den deutschsprachigen Titel „Freibad“ gewählt. In dem für den Sprachgebrauch fremden, innenarchitektonischen Kontext wirkt das der Outdoor-Kultur entliehene Motto wie ein Eigenname. „Frei“ steht dabei synonym mit „Freiheit“, Selbstständigkeit und Lebensfreude.

Die entscheidende Voraussetzung für Bäder, die den wichtigsten, den Lebensphasen entsprechenden Bedürfnissen ihrer Nutzer entgegenkommen, ist mehr Platz. Nur auf einem größeren oder flexibel zu verändernden Grundriss machen zonierende Vorwandsysteme und Bodenanschlüsse, barrierefreie Konzepte, raumgreifende Badmöbel und wohnliche Gestaltungen wirklich Sinn. Genormte Technik und intelligente, schmutzarme Renovationslösungen sind die künftigen Antworten einer innovativen Sanitärwirtschaft auf die Ansprüche von Morgen.

Quelle: ISH Homepage

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